Peter Breuer

Es gibt nur wenige Tänzer aus Deutschland, die eine international beachtete Karriere machten – Peter
Breuer ist einer von ihnen. Seit Anfang der 1960er Jahre prägte er zudem die deutsche Tanzlandschaft maßgeblich, inspirierte Choreografen und war nachfolgenden Tänzergenerationen ein Vorbild. Seine Bühnenlaufbahn begann 1961 und endete in den späten 1980er Jahren; erste eigene Choreografien
entstanden Anfang der 1980er Jahre. Seit 1991 bis heute arbeitet Peter Breuer als Ballettdirektor und Chefchoreograf mit dem Ballett am Salzburger Landestheater.
Geboren wurde er am 29. Oktober 1946 im oberbayerischen Städtchen Tegernsee. Als Sohn des Pianisten und Dirigenten Peter Bruno Breuer gehörte Musik seit frühester Kindheit zu seinem Leben. Nach dem Krieg zog er mit seinen Eltern nach München, wo er im Alter von 11 Jahren zunächst an der Ballettschule Roleff-King, wenig später bei Ballettmeister Gustav Blank mit der Ballettausbildung im Stil der russischen Schule Vaganova begann. 1961 – im Alter von nur 15 Jahren – erhielt er sein erstes Engagement als Gruppentänzer im Ensemble der Bayerischen Staatsoper München; zeitgleich setzte er seine Ausbildung bei Leonide Gonta fort. 1964 wechselte Peter Breuer zum Ballett der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf, dort zählten Erich Walter und Victor Gsovsky zu seinen Lehrmeistern; hier begann er als Halbsolist, wurde ein Jahr später zum Solisten und 1967 zum Ersten Solisten ernannt.
Von 1969 bis 1973 war er zunächst Gastsolist beim berühmten „London Festival Ballet“, 1973 wurde er als Erster Solist festes Mitglied dieser Compagnie. Damit begann seine internationale solistische Karriere. Eine Weile gehörte Peter Breuer zeitgleich Ballett-Ensembles in London, Düsseldorf, München und Berlin an, mitunter tanzte er 20 Vorstellungen im Monat. Umfangreiche Tourneen führten ihn in den kommenden Jahren nach Venedig, Paris, Barcelona, Monte Carlo, Zagreb, Mailand, Neapel, Turin, Genf, Basel, Zürich, Prag sowie nach Hongkong, New York, Washington D.C. und in die südafrikanischen Städte Durban und Johannesburg. 1979 tanzte er beim American Ballet Theatre und dem Ballett des Teatro alla Scala in Mailand. Weitere Gastspiele führten ihn nach Australien, Südamerika, Südafrika, Spanien, Jugoslawien, Polen, in die Tschechoslowakei, nach Frankreich, England, in die USA, nach Japan und auf die Philippinen.
1988, im Alter von 42 Jahren, beendete Peter Breuer seine Tänzerkarriere als Star der internationalen Ballettszene.
Erste Choreografien entstanden Anfang der 1980er für die Bayerische Staatsoper, die Deutsche Oper am Rhein, die Berliner Staatsoper Unter den Linden und für die Budapester Staatsoper. Nach Beendigung
seiner aktiven Laufbahn wurde Peter Breuer mit Beginn der Saison 1991/92 Ballettdirektor und Choreograf am Salzburger Landestheater. In der ersten Spielzeit kreierte er C. W. Glucks Oper „Orpheus und Eurydike“
als Ballett sowie Henrik Ibsens „Peer Gynt“ als abendfüllendes Handlungsballett. In den nächsten Jahren etablierte er die Tradition großer Erzählballette kontinuierlich an diesem Theater und feierte mit zahlreichen
Uraufführungen wie „Medea“, „Sommernachtstraum“, „Bolero“, „Tschaikowsky“ und „Marilyn“ große Erfolge bei Kritik und Publikum. Schon nach wenigen Jahren bildete sich ein neuer, fester Publikumsstamm für die
Sparte Ballett in Salzburg.
Für sein Ballett-Ensemble dem Salzburg Ballett schuf er am Salzburger Vier-Sparten-Haus zudem abendfüllende Produktionen wie „Romeo und Julia“, „Dornröschen“ als Familien-Ballett und einen innovativen Abend unter dem Titel „Bach ’n’ Drums“. Im Ballett „Elements“ geht der Choreograf der magischen Zahl Vier nach, und mit dem „Beatles Tanzabend“ entstand ein biographisches Handlungsballett der populären Band. In moderne Märchenwelten entführte „Sophie im Wunderland“. Zu Peter Breuers jüngsten Kreationen gehören „Marie Antoinette“, eine Neufassung der „Puppenfee“ sowie die Erfolgsproduktion „Blues im Berg“.
Siegfried für das Staatsballet Karlsruhe !!
In Cooperation mit der Bolshoischule Brazil April 2014( 15 Tänzer der Schule ) choreographierte er seine eigene Fassung von Schwanensee ( 31 Tänzer ) mit dem Mozarteum Orchester Salzburg, Anschliessend“
Peter Breuers Flying Circus , Nussknacker, Mythos Coco und Dance for Satisfaction.
Peter Breuer erhielt folgen Ehrungen :
1967 den Förderpreis des Landes Nordrhein Westfalen
2007 Österreichisches Ehrenkreuz für Wisenschaft und Kunst
2011 Internationaler Preis für Kunst und Kultur
2015 Deutscher Tanzpreis
2017 Verleihung der Professur

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